Impuls und Diskussion
von Julia Daser


Also, zu meinem Gegenstand: Ich glaube, dass dieses Studium der Gemeindepädagogik in mir dauerhaft eine Haltung entwickelt hat. Irgendwie so eine Grundhaltung, wie ich diese Profession ausübe. Und ich merke, dass ich mich nicht als Haupt irgendeiner Gemeinde sehe, sondern ganz stark als Begleiterin von Menschen. Und ich glaube, dass hat irgendetwas zu tun mit meinem Bildungsverständnis, was mir im Studium vermittelt wurde. Ich habe total verinnerlicht, was ich tue und was wir da erleben, in Gemeinde. Ich denke ganz stark in Gemeindebezügen und dass das immer Bildung ist. Und so begegne ich Menschen, mit denen ich zu tun habe.

Julia Daser

Also meine Profession, glaube ich, besteht ganz viel daraus, Menschen zu sehen und zu begleiten. Deswegen hab ich jetzt hier diese Buntstifte mitgebracht, als Gesprächseinstieg. Also ich beobachte hierbei, wenn ich irgendwo in Gruppen rein komme oder sich neue Zusammenhänge ergeben, dass ich zunächst einmal wirklich davon ausgehe, ich habe ein buntes Diversity-Potpourri vor mir. Und das packe ich dann quasi aus. Und es ist meine Aufgabe zu gucken, was die Stärken und Begabungen von Menschen sind und dass ich die dann fördere. Ich versuche sozusagen, Menschen zu begleiten, dass sie das für sich selbst entdecken und sich einbringen und quasi tolle Bilder miteinander malen. Das prägt mich total, in alle, was ich tue.


Julia Daser | Von 1998 bis 2002 Diplom-Studium der evangelischen Religionspädagogik mit Schwerpunkt Gemeindepädagogik an der EFB, ab 2004 Jugendwartin im Kirchenkreis Zossen-Fläming (EKBO), 2009 Vikariat in Berlin Prenzlauer Berg, seit 2012 50 Prozent im Pfarramt in der Kirchengemeinde Luckenwalde und 50 Prozent als Kreisjugendpfarrerin im Kirchenkreis Zossen-Fläming tätig.


Gemeindepädagogik geht nicht voran und bestimmt nicht, sondern fördert und begleitet Menschen, ihre Begabungen und Stärken zu entwickeln – und das ist eine Grundhaltung. 

These zur Diskussion

Oder sollte es anders sein?